
Am 16. Und 17. September veranstaltete die Achterbahn im Rahmen der Freiraumaktion 2011 einen Graffiti-Workshop. Das Ergebnis auf der Wand der Volksschule Wörgl kann sich sehen lassen
Was in der Regel verboten ist, machten wir möglich. In Zusammenarbeit mit zwei Graffiti-Künstlern der Innsbrucker Crew „Bigups“ wurde den Jugendlichen die Kunst des Graffitis und das Thema „Zusammenleben in Wörgl“ nähergebracht. Anschließend durften sie die Wand vor der Volksschule Wörgl legal besprühen. Diese Sprühfläche wurde von der Stadtgemeinde Wörgl, unter maßgeblicher Unterstützung seitens der Direktorin der Volksschule 1, Isabella Mölk, zur Verfügung gestellt. Der gesamte Workshop war für die TeilnehmerInnen kostenlos.
Am ersten Tag des zweitägigen Workshops trafen rund 20 Jugendliche im Wörgler Jugendzentrum „Zone – JugendFreiRaum Wörgl“ ein. „Das Thema ‚Interkulturelle Graffitiwand‘ interessierte die Jugendlichen sehr. Es kamen Leute mit verschiedensten Migrationshintergründen. Intereesant war, dass die Anzahl an Burschen und Mädchen ungefähr gleich war. Graffiti wäre unserer Meinung nach doch eher eine illegale Kunst gewesen, die meistens von Burschen ausgeübt wird.
Nach einer theoretischen Einführung in die Themen „Interkulturalität“ und „Graffiti“ unterstützte das Team von „Bigups“ die Jugendlichen beim Entwerfen der Motive, welche die Jugendlichen am zweiten Tag mit Maske, Gummihandschuhen und Sprühdosen bewaffnet, an die Wand sprühten.
Das Ergebnis des Workshops kann sich sehen lassen.
Geht man nun zur Volksschule, wird man in verschiedenen Sprachen begrüßt:
Auf Deutsch (Hallo), Bretonisch („Breizh“), Englisch („Hello“), Serbo-kroatisch („Zdravo“), Italienisch („Ciao“), Türkisch („Meraba“), Französisch („Bonjour“) und Österreichisch („Servas“).
Ein Teilnehmer mit türkischem Migrationshintergrund brachte sein Zugehörigkeitsgefühl zum Ausdruck, indem er die österreichische Flagge mit der türkischen kombinierte. Daneben sprühte ein weiterer Jugendlicher ein Gesicht mit einer Gedankenblase mit dem Inhalt „Respect“ an die Wand um damit seinen Wunsch nach gegenseitiger Akzeptanz zu zeigen.
Beim Volksschuleingang, sieht man nun auch den ersten Artikel der Menschenrechte auf Englisch. Damit will das Team der Achterbahn bewusst machen, wie wichtig das friedvolle Zusammenleben verschiedener Nationen ist und dass jeder Mensch mit den gleichen Rechten geboren wird.
Wir sind froh über die rege Teilnahme am Workshop und freuen uns bereits auf die nächste Freiraumaktion - Ideen und Vorschläge sind jederzeit willkommen!
Alle Fotos von der Wand und vom Workshop gibt's auf unserem Facebook-Profil zu sehen:
Workshop-Album